Kommentare zum Diabelli Sommer 2005



GABI BURGSTALLER

Liebe MattseerInnen!
Sie können stolz sein. Stolz auf Ihre Gemeinde und auf Ihr Kulturangebot. Der "Mattseer Diabelli Sommer" ist im Begriff Tradition zu werden. Aus dem vorliegenden Programm 2005 ist sichtbar, dass sich der Erfolg praktisch wieder von selbst einstellen wird. Mir persönlich gefällt, dass im heurigen Jahr das Instrument Geige in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt wird. Bereits beim Eröffnungskonzert am 17. Juni darf man sich darauf freuen, Vivaldis Vier Jahreszeiten von Lukas Hagen, Benjamin Schmid, David Frühwirth und Natalie Chee geboten zu bekommen. In den folgenden Wochen wird in Mattsee bis zum 7. September der musikalische Bogen von der Renaissance bis zum Jazz gespannt! Aber keine Sorge - auch die Literatur bekommt gemäss dem Motto des Diabelli Sommers "Töne & Texte" genug Raum. Dafür sorgen Lesungen von bekannten und beliebten SchauspielerInnen. Das Land Salzburg hat sich auch in diesem Jahr bereit erklärt, zur Sicherung der finanziellen Basis und zur Unterstützung des Diabelli Sommers einen namhaften Betrag zur Verfügung zu stellen. Ein besonderer Dank sei hier aber dem Stift und der Marktgemeinde Mattsee für die hervorragende Arbeit und das Engagement um den Diabelli Sommer ausgesprochen. Dem neuen Trägerverein unter Obmann Peter Pikl wünsche ich viel Erfolg und vor allem einen regen Publikumszuspruch!
GABI BURGSTALLER
Landeshauptfrau

MATTHÄUS MAISLINGER

Eine Herausforderung -
der "Diabelli Sommer 2005"
EIN KURZER RüCKBLICK

Es war in der zweiten Hälfte der Neunzigerjahre, als das Stift Mattsee mit dem musikalischen Leiter Prof. Wolfgang Brunner die beliebte Veranstaltungsreihe "Töne & Texte" entwickelte. Anlässlich eines Besuchs unseres damaligen Landeshauptmanns Dr. Franz Schausberger war es auch dieser, der die überlegung anstellte, doch dem berühmten Mattseer Sohn Anton Diabelli in seinem Geburtsort durch eigene "Festspiele" ein besonderes Andenken zu setzen. Diese Idee fiel auf fruchtbaren Boden, nachdem mit dem revitalisierten Schloss zusätzliche Räumlichkeiten zur Verfügung standen. Ein Umstand, der Stift und Gemeinde veranlassten, nun gemeinsam diese "Töne & Texte" als "Mattseer Diabelli Sommer" aus der Taufe zu heben. Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen. Und der "Diabelli Sommer" ist ein fester und erfolgreicher Bestandteil des Mattseer Sommers mit einer über den Ort hinausgehenden Strahlkraft geworden. Darüber freuen wir uns - haben wir uns doch zum Ziel gesetzt, unser Mattsee in der Region und darüber hinaus bis 2010 als kulturelles Zentrum zu positionieren. Dem Land, der Schatzkammer Salzburg und vielen Förderern und Sponsoren herzlichen Dank für die Unterstützung in dieser Startphase. 2005 ist nun ein weiterer Meilenstein für den "Diabelli Sommer". Der neu gegründete Diabelli-Verein-Mattsee löst die Trägerschaft des Stiftes und der Gemeinde ab. Unser wohl bekanntester Mattseer Künstler Peter Pikl als Obmann und sein ambitioniertes Team setzen schon heuer mit dem herausragenden Programm 2005 einen neuen Maßstab. Namens unserer Marktgemeinde wünsche ich dem neuen Team um Peter Pikl, Wolfgang Brunner und den Künstlern des "Mattseer Diabelli Sommers 2005" viel Erfolg und allen Besuchern viel Freude bei diesen "kleinen Mattseer Festspielen".
MATTHÄUS MAISLINGER
Bürgermeister

VINZENZ BALDEMAIR

Schon in den Siebzigerjahren führte das Kath. Bildungswerk Mattsee Sommerkonzerte durch. Im bescheidenen Ort der Pausenhalle der Hauptschule wurde hochrangige Musik geboten. Das Kollegiatstift brachte einen neuen Impuls mit der Reihe "Töne & Texte" und öffnete dafür den barocken Kapitelsaal der Propstei. Das große Interesse der Zuhörer und die kulturelle Tradition von Mattsee brachte eine weitere Entwicklung, als nun Stift und Marktgemeinde als Träger den "Mattseer Diabelli Sommer - Töne & Texte" schufen. Nun ist die Zeit gekommen, dieses Erbe einem neu gegründeten Verein anzuvertrauen. Ich wünsche seinem Vorstand Begeisterung, Kreativität und viele Mitglieder. Alle, die kommen werden, um zu hören und zu schauen, werden in den schönsten Räumen von Mattsee angenehme Stunden erleben. Kultur wurde in Mattsee schon durch die Jahrhunderte gepflegt und gibt diesem von der Natur begnadeten Ort sein besonderes Flair. Der Dank an die verdienten Menschen vor uns verbinde sich mit dem schöpferischen Tun der heutigen Generation.
VINZENZ BALDEMAIR
Stiftspropst

PETER PIKL

Sehr geehrte Damen und Herren!
Hochgeschätztes Publikum!

Kaum eine Traditionsveranstaltung hat so behutsam begonnen wie der Dabelli Sommer in Mattsee. Jahrzehntelang wurde ein Kulturprogramm für die Sommermonate nur angedacht, bis zu Beginn der Neunzigerjahre zaghaft mit der Veranstaltungsreihe "Töne & Texte" im Kapitelsaal des Stiftes ein Anfang gemacht wurde. Das Interesse vieler Mattseer und vieler Mattsee-Besucher war geweckt und ein Verlangen nach mehr durchaus erkennbar. Nun wurde mit der Restaurierung und dem Ausbau des Schlosses eine neue Spielstätte geschaffen, die den Start des Diabelli Sommers ermöglichte und die in ihren Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft ist. Ich träume seit vielen Jahren von einer möglichen überdachung des Schlosshofes. Aber zurück zur realen Gegenwart. In der Saison 2005 bietet der Diabelli Sommer ein Programm, das sich durchaus mit dem vieler anderer Festspielplätze messen kann. Mit Ihrem Interesse, geschätztes Publikum, können Sie wesentlich dazu beitragen, dass der Diabelli Sommer sich als Festival der kleinen Kostbarkeiten etabliert und im Vertrauen auf treue Besucher in die Zukunft planen darf.
PETER PIKL
Obmann, Diabelli-Verein-Mattsee

WOLFGANG BRUNNER

1993 durfte ich das erste kleine Konzert im Stift Mattsee im Rahmen der Reihe "Töne & Texte" organisieren, aus dem sich stetig wachsend schließlich der "Diabelli Sommer Mattsee" entwickelte. Der Mattseer Namenspatron unserer Konzertreihe, Anton Diabelli, hatte einst Unterricht bei Johann Michael Haydn erhalten, einem hervorragenden Salzburger Geiger des 18. Jahrhunderts. Dessen Können freilich wurde überdeckt von berühmteren Namen, von beiden Mozarts und - zwei Generationen zuvor - dem barocken Salzburger Teufelsgeiger Heinrich Ignaz Franz Biber. Vater Leopold veröffentlichte eine damals und bis heute berühmte Violinschule... Salzburg - ein Geigernest des 18. Jahrhunderts, dessen Wiedergeburt wir Ende des 20. Jahrhunderts feiern können? Tatsächlich kann man den Eindruck leicht gewinnen, blickt man auf die Dichte gegenwärtiger Geigenkultur in Salzburg und deren internationale Anerkennung. Kaum anderswo findet man innerhalb einer einzigen Generation so viele Spitzengeiger von individuellem hochkarätigen Format, die in Konzersälen der ganzen Welt gastieren. All diese Geiger-Persönlichkeiten einmal zusammenzubringen in einer Konzertserie oder sogar in einem Konzert war das Vorhaben unseres Mattseer Programms 2005. Mattsee kann kein "Mega-Event" der Stars bieten - das widerspräche dem Geist, dem Stil und nicht zuletzt den räumlichen Gegebenheiten dieses Ortes, dessen Kraft aus Ruhe und Konzentration zu wachsen scheint. Aber dass in einer Zeit stagnierender bürgerlicher Musikkultur und abnehmender öffentlicher Unterstützung durch das freudige Miteinander und finanzielle Entgegenkommen hoch angesehener Musikerkollegen eine derartige Bündelung von geigerischer Kompetenz und Musizierlust ermöglicht wird, erfüllt mich persönlich mit Freude, Dankbarkeit und der überzeugten Hoffnung, dass wir unserem Publikum weiterhin ein erfüllendes Kulturerlebnis schenken können.
WOLFGANG BRUNNER
Künstlerischer Beirat

Prof. ALFRED WINTER

"Altes Vergessenes, Verschüttetes, Verdrängtes wieder zu entdecken, es zu dokumentieren, etwas daraus zu machen, zugleich aber neue Ideen und Talente zu entdecken und fördern", bedeutet nun schon seit nahezu 15 Jahren, die viele Vorhaben realisierende, helfende Idee des Projektes "Schatzkammer Land Salzburg". Bei einem "Schatzkammer-Besuch" des damaligen Landeshauptmannes Dr. Franz Schausberger, meinte dieser, "man sollte doch etwas zur Entdeckung und Popularisierung Diabellis tun". Die Mattseer Kulturszene hatte ja damals bereits ihre erfolgreichen "Töne & Texte", ließ sich aber in fast atemberaubender Weise auf einen "Diabelli Sommer" ein, der nun seit Jahren ein ganz besonderes Programm bietet. Diabelli wird nun von seinen Mattseern permanent als "Schatz" entdeckt, besonders für jene, die sein Werk bisher nicht kannten. International renommiert, wie berühmt gewordene Salzburger Künstlerinnen und Künstler wurden begeistert zur Mitwirkung gewonnen. Darüber hinaus sollte jungen Talenten in diesem Kreis künftig auch verstärkt eine Chance geboten sein. Die Erfahrungen der letzten Jahre nimmt nun ein neuer Kulturverein als Organisator des "Diabelli Sommer" wahr, der viele Mattseer Kulturinteressierte in neuer Weise zum Mitmachen animiert.
Prof. ALFRED WINTER
Landesbeauftragter für Kulturelle Sonderprojekte
"Schatzkammer Land Salzburg"

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